Sonntag, 12. Juni 2011

Feindschaft.

Die Tage scheinen mir kürzer, das Sonnenlicht schwarz. Die Wärme so kalt. Und die Nächte sind so ewig. Meine einzige Hoffnung sind die Sterne am Himmel. Weil ich weiß, dass die Sterne auch an deinem Himmel leuchten. Doch die Dunkelheit erdrückt mich, erdrückt mein Herz - mein ganzes Wesen. 
 Ja, Bruder und Schwester sind verwickelt in einen unerbittlichen Krieg, kämpfen für sich selbst, für ihr eigenes Wohlbefinden. Die Freundschaft bleibt hier auf der Strecke. Du scheinst dich nicht einmal mehr daran zu erinnern, wie es noch vor gut einem Jahr war. Für dich scheint es leicht zu sein, dein Schwert zu ziehen und es deiner 'Schwester' in die Brust zu rammen, wie es einst noch war. Es scheint für dich leicht zu sein, Blut zu sehen - noch dazu, das Blut deiner 'zweiten Hälfte'. Vor einem Jahr hätte es dir das Herz zerbrochen, mich weinen zu sehen. Heute siehst du meine Tränen als dein Triumph.
Erinnerst du dich noch? Wir haben zusammen gelacht, unser Leid geteilt. Bei dir hatte ich irgendwie das Gefühl, jemandem zu gehören, der mir gehört - einen großen Bruder, den ich immer haben wollte.
Deine Rüstung besteht aus hartem Blei - nicht zu durchstoßen. Ich will, dass du mich ansiehst, und mir sagst, dass du mich hasst, verdammt! Sag es mir, und ich werde aus deinem Herzen verschwinden. Ich werde gehen, und dich dein Leben leben lassen.  
Doch du hast mich fallen lassen. Die Klippen hinunter in den unendlichen Fluss der Ewigkeit. Ich habe einen letzten, flüchtigen Blick auf dich schweifen lassen, du hast nur dort oben verharrt. Nichts getan, ich konnte nicht einmal irgendeine Regung in deinen Augen erkennen. Du warst so kalt! Es schien dir so egal zu sein, was passiert.
Und ich lebe nur so dahin, weil mir erst jetzt richtig klar wird, was du doch für einen großen Platz in meinem Herzen hast. Und um ehrlich zu sein, habe ich momentan das Gefühl, dass mir mein eigenes Herz fehlt.






Samstag, 11. Juni 2011

Kriege.

Freundschaften führen kriege. Die Sehnsucht funkelt Nachts am Himmel. Dein eigenes Herz fehlt dir. Deine Gedanken schweben neben den Sternen im unendlichen Universum. Was ist das für eine Welt?
Eine Freundschaft geht zu Bruch. Sie liegt am Boden und wartet auf den letzten Zug. Doch keiner wagt es, das Schach Matt zu setzen. 
Und so geht es mir. Ich kenne Dich seit mehr als einem Jahr. Und du bist wie ein Bruder für mich - der Bruder, den ich mir immer gewünscht habe. Und auf einmal geht alles kaputt. Freunde führen einen Kampf; einen Krieg, in dem sicher niemand ohne Schaden heraus kommt. Keiner von uns wird Sieger sein.
Ich kann mich noch genau daran erinnern, als du mir sagtest: "Du bist mir wichtig geworden. Ich hoffe, diese Freundschaft verliert sich nicht.". Und unsere Freundschaft lief so gut. Wir hatten Spaß, haben sämtliche Krisen durchlebt. Und dann, dann kam eine einzige Frau, die alles verändert hat. Die Dich so sehr verändert hat. Du wurdest abweisend, kalt. Dein Denken wurde so anders. Du hast deinen Freunden den Rücken gekehrt, immer genau das getan, was du zu dem Zeitpunkt, wo wir uns kennen lernten, nie gemacht hättest. Du warst immer so ehrlich und aufrichtig.
Und jetzt drückst du mich einfach weg, wenn ich dich anrufe. Beantwortest keine SMS'n oder gar irgend etwas anderes. Heute gibst du mir das Gefühl, wir wären Feinde - keine Freunde, schon gar nicht Geschwister. Du bist weggelaufen vor unserem Problem. Hast mir in der Not die Freundschaft gekündigt. Und ja, es fühlt sich scheiße an; wenn du das erreichen wolltest, dann herzlichen Glückwunsch.
Weißt du, es macht mir Angst, um ehrlich zu sein, dass Dich eine Frau, ein Mädchen, so in den Bann ziehen kann, dass du deine Freunde nicht mehr achtest.  
Ich will nicht aufhören zu hoffen, dass wir vielleicht die Waffen irgendwann nieder legen, auf uns zu gehen und uns die Hände reichen - unserer Freundschaft eine zweite Chance geben und einsehen.
Unsere Leidenschaft war der Tanz. Was uns erst richtig zusammen geschweißt hat. Erinnere dich, als wir es nicht erwarten konnten, über das Parkett zu schweben - in einem Anzug und einem Abendkleid. Weißt du noch, unser Traum ?