Montag, 23. Juni 2014
Liebe ...
Ich wollte nie, dass uns das passiert. Auf dem Weg zu unserem Glück haben wir uns verirrt. Nichts ist so, wie es gestern war. Ich wäre froh, wärst du jetzt noch da. Ich werde dich immer vermissen, ich werde dich nie vergessen. Will nur dich wieder hier bei mir. Nur bei dir kann ich mich verlieren. Ich frag mich, ob es dich noch interessiert.
Der Liebe wegen... Jede große Liebe hat ihre Zeit. Nur unsere war noch nicht gekommen. Liebe ist selbstlos. Liebe ist, wenn man das Glück des anderen über sein eigenes stellt. Und ja, ich freue mich, dass du nun glücklich bist.
Doch könnte ich Gott nun an den Pranger stellen. Ich könnte ihn verfluchen. Liebe sollte etwas schönes sein. Egal welcher Art diese Liebe ist. Sie ist warm, stürmisch, herzlich, kribbelnd, leidenschaftlich, ekstatisch - Liebe ist eine ganz natürliche Droge. Täglich beten wir um unsere Träume und Wünsche. Doch hat nicht alles seinen Preis? Wenn wir um die Liebe des Anderen beten, wie hoch wird der Preis sein?
Die Welt besteht aus ein großes Geben und Nehmen. Auch die Religion macht davor nicht halt. Für den Segen des Pfarrers geben wir der Kirche einen dicken Batzen Geld. Doch was geben wir Gott, wenn wir um Liebe beten. Müssen wir einen Teil von uns aufgeben? Worauf wollen wir verzichten, um Liebe zu bekommen?
Besondere Menschen, die unser Leben bereichern; die uns glücklich machen - sie sind wir Engel: sie kommen und werden auch wieder gehen. Doch aus uns machen sie einen individuell besonderen Menschen.
Vielleicht sollten wir aufhören, auf die Liebe zu warten, um die Liebe zu beten.
Denn die Liebe Anderer ist es, die aus uns das machten, als die wir nun heute in dieser Welt stehen. Auch wenn das Schicksal ein mieser Verräter sein kann; wenn alles aussichtslos erscheint: Lasst uns tief durchatmen, denn es ist nur ein schlechter Tag, kein schlechtes Leben. Die wahre, die echte große Liebe gibt es nur einmal im Leben, und irgendwo auf dieser großen weiten Welt, da wartet sie. Und es wird die Zeit kommen, an dem die Zeit für unsere große Liebe gekommen ist.
Keiner ist wie du.
Heute hänge ich mein Kleid zurück in den Schrank. Mit diesem Kleid verschließe ich dich dort drin - einen Menschen, der mir so viele Tore einer Welt geöffnet hat und sie mir vollkommen bedingungslos gezeigt hat. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Und vom ersten Moment an konntest du mich mitreißen, mich begeistern von all diesen kleinen Dingen, die das Leben bietet. Dabei habe ich gar nicht bemerkt, dass du dich so tief in mein Herz geschlichen hast, einen Platz eingenommen hast. Die intensivsten Momente habe ich dir zu verdanken. Dir, einem eigentlich vollkommen fremden Menschen für mich, der mir so viel über mich selbst lehrte, mir gezeigt hat, welche innere Kraft in mir steckt. Genau deshalb werde ich ich in guter Erinnerung halten.
Doch keiner ist wie du. Nun gehst du. Und diese kleine, perfekte Welt, die ich mir fern vom Alltag errichtete, zerbricht nun in Scherben. Du warst der, von dem ich dachte, du würdest bleiben, du würdest mich nicht allein lassen. Doch gegangen bist du. Es war deine Entscheidung, sich der Liebe zuzuwenden. Natürlich freue ich mich - für Dich - dass du das große Glück hast, jemanden für Dich allein zu haben. Doch traf mich deine Botschaft mitten ins Herz, auf einmal warst du mehr, viel mehr. Und es ist beängstigend, zu bemerken, wie viel du mir bedeutest, erst jetzt, wo scheinbar alles vorbei ist.
Doch wird dein Kätzchen hoffentlich eine Spur hinterlassen haben, in deiner Seele, in deinem Herzen, damit du es nicht vergisst, und ab und an all die schönen Momente denkst, in denen wir uns erlebt haben. Für mich bleibst du immer mein kleines Katerchen, das ich vermissen werde - über alles.
Trotzdem suche ich immer noch jemanden wie Dich, jemanden, der mich genauso fesselt, wie Du. Der das schafft, was noch niemand zuvor geschafft hatte. Doch welche Wahl habe ich, als zu warten - warten auf die Zukunft, darauf, nicht vergessen zu werden, darauf, dass wir uns eines Tages wieder sehen werde. Wenn ich nur daran denke, fallen mir die Worte eines großen Mannes ein: "Ich weiß, dass es die große Liebe war. Aber für unsere Liebe war die Zeit noch nicht gekommen."
Vielleicht sehen wir uns wieder, irgendwann.
Au revoir, Chérie.
Dienstag, 3. Juni 2014
"Es tut mir leid."
Jeder von uns ist in der Lage, um Verzeihung zu bitten - mit Worten. "Es tut mir leid" sagen wir dann, doch wem fällt es schon schwer, diese Worte auch über die Lippen zu bringen?
Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, verletzt zu werden. Wir alle vermissen die Sonne, wenn die Wolken den Himmel bedecken. Doch wie oft war ein "Es tut mir leid" nur Sache der Höflichkeit. Wir entschuldigen uns, weil es uns von unseren Eltern beigebracht wurde. Wir entschuldigen uns, wenn wir im Supermarkt mit jemandem zusammen stoßen, wenn wir anderen im Weg stehen oder zu spät kommen.
Entschuldigungen werden nun zu Höflichkeiten. Doch was ist mit Ehrlichkeit? Sollen Entschuldigungen nicht auch ernst gemeint werden?
Was geschieht mit den Mädchen, die von einem Jungen zur Verabredung versetzt werden - der Junge wird sich entschuldigen. Er wird sagen "Es tut mir leid, aber ich kann heute nicht", letztendlich wird er dem Mädchen nicht zeigen, dass es ihm tatsächlich leid tut. Und er wird nie erfahren, wie weh es tut, versetzt zu werden - nur eine von vielen zu sein.
Vertrauen bricht, wenn Entschuldigungen zu Höflichkeiten werden. Wenn es keine Herzenssache mehr ist, sondern leere Worte scheinbar genügen. Traurige Welt.
Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, verletzt zu werden. Wir alle vermissen die Sonne, wenn die Wolken den Himmel bedecken. Doch wie oft war ein "Es tut mir leid" nur Sache der Höflichkeit. Wir entschuldigen uns, weil es uns von unseren Eltern beigebracht wurde. Wir entschuldigen uns, wenn wir im Supermarkt mit jemandem zusammen stoßen, wenn wir anderen im Weg stehen oder zu spät kommen.
Entschuldigungen werden nun zu Höflichkeiten. Doch was ist mit Ehrlichkeit? Sollen Entschuldigungen nicht auch ernst gemeint werden?
Was geschieht mit den Mädchen, die von einem Jungen zur Verabredung versetzt werden - der Junge wird sich entschuldigen. Er wird sagen "Es tut mir leid, aber ich kann heute nicht", letztendlich wird er dem Mädchen nicht zeigen, dass es ihm tatsächlich leid tut. Und er wird nie erfahren, wie weh es tut, versetzt zu werden - nur eine von vielen zu sein.
Vertrauen bricht, wenn Entschuldigungen zu Höflichkeiten werden. Wenn es keine Herzenssache mehr ist, sondern leere Worte scheinbar genügen. Traurige Welt.
Sonntag, 1. Juni 2014
Deine Entschuldigungen.
Komisch, dass ich jedes Mal doch wieder zum kleinen Kind werde, sobald du dich meldest. Das kleine naive Mädchen, dass im rosa Sommerkleid fröhlich auf der Schaukel sitzt und lachend hin und her schwingt. Völlig unbeschwert bin ich, nicht wissend, ob du ehrlich bist, oder es nur eine gedachte Lüge ist, weil ich gerade gut genug bin? Ehrlichkeit - die Eigenschaft, auf die du so viel Wert legst.
Ich habe dir immer alles von mir gegeben, habe mich dir beinahe geschenkt, ohne dafür etwas wieder zu verlangen. Ja, ich habe dich geliebt. Und wenn ich ehrlich bin, liebe ich dich noch immer. Ich habe nicht dazu gelernt, bin lediglich vorsichtiger geworden - vorsichtiger in dem, dass ich kontrollierter handele, vorsichtiger, um mich durch dich nicht mehr verletzen zu lassen.
Und ja, als ich gestern voller Überraschung deine Nachricht gelesen und diese förmlich verschlungen habe, da hat mich die ganze Welt mit einem Versuch umarmt - das Glück in diesem Moment war so groß, dass all das Schlechte, was du hast geschehen lassen, vergessen war.
Doch wie eine scheue Katze taste ich mich nun wieder an Dich heran. Ich sollte wohl weglaufen, vielleicht wäre dies das Beste, was ich wohl tun könnte, um mich und meine Welt zu retten. Dass du die geplante Verabredung absagen würdest, hätte ich vorher wissen müssen. Und dennoch habe ich gehofft, dass die feste Zusage mich erreicht, dass du mich um 22 Uhr vom Bahnhof abholen würdest. Das kleine Kind in mir tobt. Und du hast es verletzt, schon tausende Male verletzt, und trotzdem hat es dir verziehen.
Doch seit dem letzten Mal sind nicht nur Tage, sondern Monate vergangen. Wir sind uns fremd geworden. Die Vertrautheit von früher liegt nun in Scherben vor uns. Wenn ich dich sehe, dein Lachen, dann ist dort nicht nur Wonnegefühl. Das Gefühl, von dir zum x-ten Mal enttäuscht zu werden, zerreißt mir in irgendeiner Art und Weise noch immer das Herz, auch wenn ich es nicht in gleichem Maße an mich heran lasse.
Ja, ich will, dass du dich entschuldigst. Doch sollen es nicht nur scheinbar leere Worte in einer SMS sein. Ich will wahrhaft sehen, dass es dir ehrlich leid tut, dass du bereit bist, etwas dafür zu geben. Ich bin nur ein kleines Mädchen, das sehen will, was es dir Wert ist.
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Für M.
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