Sonntag, 31. August 2014

Chanel

Auf einmal schien die Sonne, als ich die Beifahrertür deines Schwarzen Golfs geöffnet hatte. Und wieder sah ich deine strahlenden braunen Rehaugen, schmeckte seine süßen Lippen. Wieder war ich im Paradies mit dir, wie im Sommer letzten Jahres. Welch Ironie, dass ich das gleiche Kleid trug. Das Kleid mit der schwarzen Spitze, welches du so mochtest. Deine Wohnung war mir genauso vertraut wie eh und je. Du gibst mir das Gefühl, zu Hause zu sein, angekommen zu sein. Mein inneres Dauergrinsen war wieder da. Kaum hatte ich meine Tasche abgestellt legtest du schon den Arm um mich und hattest mich ins Bad geführt. "Wenn du möchtest, kannst du dich gern frisch machen, oder auch duschen. Ich habe dir ein Handtuch hingelegt, und auch ein schönes Parfum, dass du gern benutzen kannst.", dein Lächeln versprach alles. Die Dusche war nötig, nachdem ich den ganzen Vormittag in der Stadt bei heißen 30 Grad unterwegs war. Das Parfum war von Chanel. Ich habe es gern aufgetragen. Es war intensiv, blumig und verführerisch leicht lag es auf meinem Dekolleté.
Als ich zu dir ins Wohnzimmer gestoßen war hattest du mit einer Weinschorle auf mich gewartet.Wieder habe ich mich verloren, mich verliebt, als ich dein Lächeln sah. Wieder ging ich in Flammen auf, als du mich geküsst hast. Wieder bin ich dahin geschmolzen, als du meinen Kopf in deinen Händen hielst. Wieder schlug mein Herz höher, als ich deine warmen Lippen an meinem Hals spürte.
Wieder weinte ich vor Glück, als wir uns verabschiedet haben.

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Für M.
Denn du bist mein Glück,
meine Liebe, mein Leben.