Samstag, 28. März 2015

Momente wie ewig.

Warum jetzt? Vor kurzem habe ich mich von dir verabschiedet. Ich bin damit klar gekommen, dass ich dich niemals haben werde, dass du nie für mich erreichbar sein wirst, egal, was jemals zwischen uns war. Ich habe akzeptiert, dass unsere Geschichte vorbei ist. Ich konnte ohne dich leben - oder zumindest habe ich versucht.
Nun bist du wieder da. Und mein Herz beginnt zu brennen. Irgendwie bist und warst du da. Und trotzdem wirst du doch niemals bei mir sein. Plötzlich schreit mein Herz danach, deine Stimme zu hören, deine Wärme zu spüren, dich zu küssen und wieder genau so zu lieben, wie früher - in Glückseligkeit verbunden.
Ich sehne den Moment des Sommers herbei, in dem ich mir gewünscht habe, du würdest mich sofort küssen. Egal was passiert ist, so habe ich dich doch nie aufgehört zu lieben. Stattdessen habe ich dich nur immer mehr geliebt, denn deine Fehler haben dich menschlich gemacht. Ich habe dadurch gehofft, du wärst für mich erreichbar. Nie hat mich ein Mann das fühlen lassen, was du in mir ausgelöst hast. Nie habe ich das Gefühl gespürt, geliebt zu werden. Unser Kennenlernen nähert sich nun zwei Jahre an. Und in Anbetracht dessen, was in dieser Zeit alles passiert ist, oder nicht, frage ich mich, wie viel von dem, was du mir erzählt hast, oder mich hast fühlen lassen, wirklich ehrlich war.
Ich könnte weinen und klagen über alle Fehler, die du gemacht hast. Ich könnte schreien, über all den Schmerz, den ich nur wegen dir fühlte. Und doch will ich viel lieber schreien, das ich dich zurück will. Ich will wieder mit dir leiden, lachen, leben - aber vor allem lieben, und dich küssen, als hätte ich nie etwas anderes getan. Ich will dich nicht los lassen, nicht gehen lassen - stattdessen nur bei mir haben, mich in deinen Schutz begeben. Nicht nur für gestern, heute und morgen, oder für das nächste Jahr. Wenn, dann für die Ewigkeit.


Du, den ich immer noch so sehr liebe.
Du, meine seidene Fessel.
Du, mein loderndes Feuer.
M.


Mittwoch, 18. März 2015

Klar kommen.

Es ist wie Heimweh. Dieses Gefühl, dich zu vermissen und nicht zu wissen, wann wir uns denn wiedersehen werden. Du bist wie ein zu Hause geworden - der ehrlichste Mensch, den ich in der langen Zeit jemals kennen gelernt habe.
Mein Geist ist noch immer hin und weg. Und ich sehne mich zurück zu diesen Momenten der tiefen Verbundenheit, an denen Sehnsucht den ganzen Moment erfüllte. Ich bin immer noch geflashed von all diesen Eindrücken - am aller meisten jedoch von Dir. Du bist immer noch genau so herzlich, wie früher auch. Du bist da, gehst nicht einfach.
Wenn der Wind sich dreht, denke ich immerzu noch an den Moment, an dem ich zum ersten Mal dein Lächeln sah. Du warst groß, viel zu groß für mich sogar. Und du fandest diesen Umstand noch zu süß. Du warst der, der mir eine Rose schenkte, mir von der ersten Sekunde an das Gefühl gab, von der Ewigkeit umgeben zu sein. Du hast Nähe geschaffen, es war immerzu und sofort eine vertraute Situation zwischen uns. In diesem Punkt weißt du Dinge von mir, die nicht einmal meine beste Freundin weiß. Und du bemühst dich, sehr. Du spielst mit mir ein Spiel, nach dem ich süchtig bin, von dem ich immer wieder sprachlos bin. Eine dunkle Lust, die süchtig macht - das Spiel mit dem Feuer, das viel zu interessant für mich ist, um es aufzugeben. Mit dir habe ich das Gefühl, ich würde immer gewinnen, selbst wenn ich verliere. Du bringst mich dazu, tatsächlich den grauen Alltag vergessen zu können, und endlich intensiv anfangen zu leben, so wie es sein sollte.
Mein Herz macht immer noch Sprünge, sehnt sich zurück nach unseren jüngsten gemeinsamen Momenten. Ich will zurück - zu dir. Für einen Moment habe ich das Gefühl, ich würde ertrinken, doch sind meine Lungen frei zum Atmen. Für einen Moment muss ich weinen - gleichsam breche ich im nächsten Moment in lautem Lachen aus, weil ich weiß, ich hab Dich wieder. Und ich will dich nie mehr vermissen.


S.

Montag, 16. März 2015

Heute wie Früher

Was einst mal war, ist immer noch. Du hast immer noch die gleiche Wirkung auf mich. Bringst mich dazu, die verrücktesten Dinge zu tun, die meine Erziehung im Regelfall strikt ablehnen. Auf einmal werfe ich wieder alles über den Haufen, ziehe mich komplett kopflos um, renne zum Auto, um die Bahn zu Dir nicht zu verpassen. Eigentlich bin ich total ausgelaugt vom Tag, meine Haare liegen nicht, geschminkt bin ich auch nicht. Doch das alles stört mich nicht. In der Bahn habe ich genug Zeit, um mich fertig zu machen - Und wenn du nur wüsstest, wie schwer es ist, einen vernünftigen Lidstrich zu ziehen, wenn um dich herum alles wackelt.
Und wenn ich fertig bin, sitze ich nur noch auf heißen Kohlen. Ich weiß nicht, wie ich mir die Zeit angenehmer gestalten kann. Doch mein inneres bebt, vor lauter Vorfreude, Nervosität und Glück, einen so wunderbaren Menschen wie dich wieder zu sehen. Meine Mundwinkel fangen an zu krampfen, und ich bemerke, dass ich nicht aufhören kann, wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen. Noch während ich die letzten Schritte von der U-Bahn herauf wage, höre ich mein Herz lauter schlagen. Du kommst mir bereits entgegen gelaufen. Und du siehst immer noch genau so gut aus, wie vor einem halben Jahr. Und es gefällt mir, wenn du mir leise sagst: "Hübsch siehst du aus".
Ja, das Klima ist genau so, wie es früher schon war. Kaum zu glauben, wie gut wir uns kennen, obwohl wir uns nur so wenig gesehen haben. Wir fühlen uns, als würden wir uns seit Jahren schon kennen.
Wenn wir auf der Couch sitzen, und reden, fällt es mir gar nicht auf, wie schnell die Zeit vergeht, dass es hinter den Vorhängen bereits hell wird. Das alles ist egal - ich will mehr von dir, mehr mit dir erleben, mehr mit dir sein. Wenn ich bei dir bin, kann ich alles vergessen. Weder Zeit und Raum sind von Bedeutung, oder das, was morgen ist. Was zählt, ist unser Moment. Wir haben gewusst, dass uns allein diese Nacht gehört, wenn auch nur für ein paar Stunden. Doch wir leben sie, als wenn es keinen nächsten Tag mehr gäbe. Du hast mir wieder gezeigt, was Leben eigentlich ist, wie schwerelos Genuss sein kann - wie schwerelos und leicht wir sein können.
Und wenn ich gehe, ist es so, als hätte ich Heimweh, und trotzdem bin ich so glücklich, dich wieder einmal geküsst zu haben, mit dir geredet zu haben. Ich will weinen und lachen gleichzeitig. ich will nicht mehr auf dich verzichten, dich nie wieder missen möchten. Denn du zeigst mir immer wieder das, was ich bin. Denn du kennst mich besser als ich mich selbst. Du weißt, wie du auf mich wirkst und schaffst es, die richtigen Knöpfe zu drücken. Ich will nicht - nicht von dir weg, nicht nach Hause, wenn ich mich doch bei dir so sehr zu Hause fühle. Du lässt mich nicht allein. Du schaffst Nähe, Vertrauen, Geborgenheit - all das, was mich so fühlen lässt, als wärst du mein Zuhause.







Samstag, 7. März 2015

Au revoir.

Und dann wünsche ich mir, wir wären uns nie begegnet, dass wir nie einander kennen gelernt hätten. Und dennoch denke ich an deine klaren braunen Augen, in denen ich mich immer selbst sah, von denen ich immer dachte, sie würden nicht mit mir spielen. Bis Heute bleibst du stumm, du hast mir nichts mehr zu sagen. Dann frage ich mich, was ich dir getan habe, dass du dir dieses Spiel erlaubst?
Vor langer Zeit dachte und hoffte ich, unsere Herzen würden im gleichen Takt schlagen. Doch ist es nicht der Fall.
Unser erster Kuss war berauschend - ganz so, wie eine Droge. Du hast mich im Sturm erobert, warst die Magie in meinem Blut. Und ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie wir nebeneinander saßen, sich unsere Blicke trafen und auf einmal nichts anderes zählte, als WIR. Ich sah deine Augen und dein Lächeln. Und alles in mir tobte und sagte, du bist der Mann, mit dem ich leben und leiden will. Doch hatte ich nicht bedacht, allein leiden zu müssen. Wenn mein Herz im Ozean ertrinkt, so hörst du mein Flehen nicht. Und auch wenn ich laut deinen Namen rufe, wirst du mich nicht mehr hören. Ich hatte so gehofft, ich wäre endlich die, die einen Platz in deinem Herzen, deinem Atem, deiner Haut erbeuten konnte, so dass du mich nicht mehr gehen lassen willst. Doch gehen ließest du mich - hast mich fort geschickt. Und all das, was einmal war, ist plötzlich nichtig. Auf einmal zählt nichts mehr von dem, was wir hatten. Auf einmal lebt jeder allein. Und ich weiß genau, dass, wenn wir es noch einmal versuchen, so fahren wir nur weiter im Kreis. Nichts geht mehr voran. Ich weiß, dass ich dich fort schicken muss, dass du mir nicht gut tust. Trotzdem will dich mein Herz nicht gehen lassen. Ich will mich festhalten an dir. Will, dass du wieder das Licht in meiner dunkelsten Stunde bist. Will wieder mit dir leben, will wieder diesen süßen Duft einatmen, will erschaudern, wenn dein Atem meinen Rücken streift. Doch fehlt der Halt, für ein UNS. Wo ist die Liebe geblieben?

Wir leuchten heller - allein. 
Vielleicht muss es so sein.
Andreas Bourani - Auf anderen Wegen