Freitag, 8. Juli 2016

So wie früher.

06. Juli 2016 - Endlich. Den Weg zu Dir werde ich immer wieder finden. Es ist ein Stück weit wie nach Hause kommen. Und ich freue mich bereits jetzt darauf, Dich wieder zu sehen.
Ein flüchtiger Kuss auf die Lippen hat mir sämtliche Aufregung genommen. Ich war da, bin endlich angekommen. Und das mitten in der Nacht, an einem Mittwoch. Die letzte Bahn brachte mich zu Dir. Und nachdem wir angestoßen hatten, wusste ich, dass noch nicht alles zwischen uns ausgesprochen war.
Ich erinnere mich an unsere letzte Verabredung. 22. Dezember 2015 - Du hast gespürt, dass etwas mit mir anders ist. Du hast gespürt, dass ich für Dich mehr empfunden habe, als Du für mich. Das ist okay. Wirklich. fast ein halbes Jahr habe ich den Kopf in den Sand gesteckt, bin tiefer und tiefer in ein großes Loch gefallen. Doch jetzt weiß ich es, und ich sehe auch wieder klar: Ich hab Dich gern, sehr gern. Und ich möchte auf nichts verzichten, was wir haben. Doch sind wir gute Freunde, mehr nicht.
Und jetzt weißt Du es: wie ich wegen Dir gelitten habe, wie ich mich gefühlt habe, was in mir vor ging. Du warst vorsichtig. Bist teilweise auf nur noch größeren Abstand gegangen, und ich fragte mich, ob wir uns jetzt gerade nicht immer weiter voneinander entfernen.
Und doch: ich bin glücklich. Wahnsinnig glücklich, dass wir uns alles von der Seele geredet haben, und das es endlich ist, wie es früher war. Diese Unbeschwertheit und diese Hemmungslosigkeit ist wieder da - ich muss mich nicht vor Dir verstecken, kann mich Dir zeigen, wie ich wirklich bin; WER ich wirklich bin. Du kennst mich so gut, wie kein anderer. Und ich vertraue Dir. Du bist immer noch der gleiche, ehrliche, ehrenvolle Mann, den ich am 28. Februar 2014 kennen lernte. Du bist Dir selbst immer treu geblieben, und wir sind wieder an diesen Punkt zurück gekommen, wo wir waren, wo gerade einfach alles und plötzlich perfekt ist. Auch, wenn ich viel zu schnell wieder nach Hause fahren musste. Ich freue mich auf Dich, wenn wir uns wieder sehen. Und ich bin in voller Zufriedenheit nach Hause gefahren.


S.








Sonntag, 3. Juli 2016

Wenn es einen Gott gibt...

Auch Guten Menschen widerfährt Böses, in einer Welt, in der Chaos und Gewalt regieren. Die gute Magie - die in unseren Herzen, unserer Seele heran wächst, was kann die schon ausrichten?
Meine Großmutter sagte mir als kleines Mädchen jeden Abend, die Engel würden über mich wachen, wenn ich zu Bett ging. Nachdem ich einen Verkehrsunfall hatte, blickte sie mir beinahe weinend in die Augen: "Du hattest einen großen Schutzengel." 

Aber: War es ein Engel? Gibt es einen Gott? Kann diese gute, höhere Macht auf dieser Welt etwas bewirken?

Woran glaubst Du? Was hält dich aufrecht, was gibt Dir Halt? Oder sollte ich fragen: wer?

Wenn es einen Gott gibt, wo ist er dann? Warum hilft er nicht jenen Frauen, die auf offener Straße vergewaltigt werden? Jenen unschuldigen Menschen, die keinerlei Verbrechen schuldig sind? Warum lässt er seine eigenen Schöpfungen so sehr leiden.

Woran kann glauben, wenn der Herr höchstpersönlich diese Zweifel säht...
... dann kann es in meinem Glauben kein Gott mehr sein, der uns lenkt, sondern einzig und allein das Schicksal. Die individuelle Bestimmung - der Weg, der für jeden vorgeschrieben und unveränderlich ist. Jeder hat eine Aufgabe, ein einziges Ziel im Leben. Auf diesem Wege gilt es, aufrichtig zu bleiben, sich selbst treu zu bleiben, nicht zu zweifeln, mutig sein und Risiken eingehen.

Ja, vielleicht retten wir uns alle selbst, wenn wir uns diese guten Eigenschaften beibehalten, und die negativen ablegen. Vielleicht ist genau das unsere Rettung, die gute Macht der Menschheit aufrecht zu erhalten, und alles Böse von uns fern zu halten.