Ein flüchtiger Kuss auf die Lippen hat mir sämtliche Aufregung genommen. Ich war da, bin endlich angekommen. Und das mitten in der Nacht, an einem Mittwoch. Die letzte Bahn brachte mich zu Dir. Und nachdem wir angestoßen hatten, wusste ich, dass noch nicht alles zwischen uns ausgesprochen war.
Ich erinnere mich an unsere letzte Verabredung. 22. Dezember 2015 - Du hast gespürt, dass etwas mit mir anders ist. Du hast gespürt, dass ich für Dich mehr empfunden habe, als Du für mich. Das ist okay. Wirklich. fast ein halbes Jahr habe ich den Kopf in den Sand gesteckt, bin tiefer und tiefer in ein großes Loch gefallen. Doch jetzt weiß ich es, und ich sehe auch wieder klar: Ich hab Dich gern, sehr gern. Und ich möchte auf nichts verzichten, was wir haben. Doch sind wir gute Freunde, mehr nicht.
Und jetzt weißt Du es: wie ich wegen Dir gelitten habe, wie ich mich gefühlt habe, was in mir vor ging. Du warst vorsichtig. Bist teilweise auf nur noch größeren Abstand gegangen, und ich fragte mich, ob wir uns jetzt gerade nicht immer weiter voneinander entfernen.
Und doch: ich bin glücklich. Wahnsinnig glücklich, dass wir uns alles von der Seele geredet haben, und das es endlich ist, wie es früher war. Diese Unbeschwertheit und diese Hemmungslosigkeit ist wieder da - ich muss mich nicht vor Dir verstecken, kann mich Dir zeigen, wie ich wirklich bin; WER ich wirklich bin. Du kennst mich so gut, wie kein anderer. Und ich vertraue Dir. Du bist immer noch der gleiche, ehrliche, ehrenvolle Mann, den ich am 28. Februar 2014 kennen lernte. Du bist Dir selbst immer treu geblieben, und wir sind wieder an diesen Punkt zurück gekommen, wo wir waren, wo gerade einfach alles und plötzlich perfekt ist. Auch, wenn ich viel zu schnell wieder nach Hause fahren musste. Ich freue mich auf Dich, wenn wir uns wieder sehen. Und ich bin in voller Zufriedenheit nach Hause gefahren.
S.
