Und wenn es wieder in mir brennt,
dann weiß ich jetzt genau,
dass man Feuer mit Feuer bekämpft.
Und dann ist es wieder da - dieses Gefühl von Heimweh. Dass alles ist, wie im Sommer vor zwei Jahren. So, als hätte sich nichts verändert. Plötzlich bist Du wieder da. Ich hatte gehofft, der Lauf der Zeit würde mir all meine Sehnsucht nehmen, all den Schmerz und all die Liebe. Ich dachte, ich hätte aufgehört, es zu fühlen - dachte, ich wäre über alles hinweg, was einst mal zwischen uns war. Auch wenn ich immer versucht habe, Dich zu vergessen - versucht, zu flüchten, konnte ich es nicht. Am Ende ist es dann doch schwer, vor der Wahrheit zu fliehen - dass ich dich immer noch liebe, dass mir noch nie jemand solche Flügel verliehen hat, wie Du. Aber du warst es auch, der ein Herz zum Weinen brachte.
Aber alles in allem: Ich liebe Dich, heute noch.
Und ein paar Worte genügen, so dass mein Herz einen Satz macht - dass ich nicht länger weiß, ob ich vor Freude weinen oder voll Spott an das Schicksal lachen sollte. Denn du tauchst immer wieder dann auf, wenn mein Herz dabei ist, Wunden zu lecken, zu verschließen und diese zu vergessen. Und dann reißt alles wieder auf. Befinden wir uns in einem Krieg unserer selbst? Für einen Moment dachte ich, dass alles gut werden könnte, dass wir uns den Göttern widersetzen können, und alles würde für uns stehen, wenn wir nur endlich zusammen finden und zusammen bleiben. Doch wenn das Schicksal uns erneut auslacht, gegen uns spielt, wie können wir dann eine reelle Chance haben?
Eine Chance, und schon denke ich wieder an diesen unsagbaren tollen Chanel-Duft - meine persönliche Droge - von dem ich unentwegt an Dich denken muss, weil kein anderer, mich so ansieht, mich so verzaubert, mich so zum Beben und Leben bringt, wie Du.
Und wenn ich dann daran denke, dass du heute Abend nicht bei mir sein wirst, wieder keine Nachricht für mich hinterlässt, dann spielt mein Herz verrückt. Und wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich jetzt nicht hier sitzen, und diese Zeilen tippen. Viel lieber wäre mir, neben Dir auf dem Sofa zu sitzen - zu sehen, wie dabei deine Augen leuchten, dein Lächeln strahlt, und wie du mir dann ins Ohr flüsterst, wie sehr du mein Kleid magst.
Du bringst mich dazu, meinen Kopf zu verlieren, gegen alle Vernunft zu handeln, die mir meine Mutter als kleines Mädchen beigebracht hat. Und wie kann etwas falsch sein, was sich so richtig anfühlt? Jetzt seh ich endlich ein, dass eben keiner ist, wie Du. Du, meine Sonne.
M.
- meine Liebe, mein Herz.

