Samstag, 16. Mai 2015

Alles was bleibt, ist das es sich verändert

Am Ende suche ich die Schuld bei mir. Und wenn ich in meinem Wissen daran denke, und weiß, dass ich eigentlich alles wieder genau so machen würde, so stellt sich mir dennoch die Frage: Würde ich dich erneut so nah an mich heranlassen, um zu zulassen, dass ich für dich verletzbar bin. Mein Herz schreit danach - nach Dir. Halt mich fest, so dass ich nicht vergesse, dass Du bei mir bist. Wieder denke ich daran, als ich gerade einmal 17 war. Und ich dachte, ich hätte alles. Allem voran Dich. Und das, was damals war, ist nichtig. Niemand ist mehr da.
Und immer wenn ich denke, es könnte weiter gehen. Immer wenn ich denke, dass andere Mütter auch hübsche Söhne haben - genau dann schlagen alle Ereignisse ein, wie ein Blitz. Alles kocht dann im Leuchtfeuer hoch. Und ich sehe deine weichen Lippen vor meinen Augen. Deine Augen, die mich anfunkeln, in denen ich mein Spiegelbild sehe. Und schon spüre ich wieder deine Hand an meinem Hals, deine Lippen auf meinen. Deine sanfte Stimme, die mir ins Ohr haucht, wie sehr du mein Kleid magst.
Genau dann zerreißt es mich wieder in der Luft, wenn das Schicksal erneut Öl in die Wunde gießt.
Fragen schießen mir in den Kopf; ob du wohl auch manchmal noch an mich denkst, ob ich dir überhaupt jemals etwas bedeutet hatte.


Halt alle Uhren an, nur für einen Augenblick. Lass nichts an Dich heran, solang ich Dir in die Augen blick'. Vergiss was gestern war, und was morgen so passiert. Denn niemand ist jetzt da. Komm zu mir - und dann halt mich fest, dass ich nicht vergess', dass jemand bei mir ist. Komm und halt mich fest, und vergiss den Rest, der uns auch so oft vergisst. Halt mich fest - und mach das alles zeitlos ist, wenn du bei mir bist. 
- Johannes Oerding - Halt mich fest





M.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen