Montag, 28. April 2014

Wir sehen uns bald wieder.




Es ist so ein kleines Versprechen, dessen hohe Bedeutung wir gar nicht bemerken, wenn es unsere Lippen verlässt. "Wir sehen uns bald wieder, Christina", hast du mir ins Ohr geflüstert. Und auch wenn es dunkel war, haben deine Augen gefunkelt, in diesem besonderen Glanz, den ich schon damals gesehen habe, als du mich zum ersten Mal geküsst hast. Bis bald, ja, und ich dachte, wir würden uns spätestens im März wieder sehen. Du hast mich in den Glauben gelassen. Ich habe an nichts böses gedacht. Nicht, nachdem wir schon so weit waren. In wenigen Tagen bricht der Mai an. Noch immer kein Lebenszeichen von dir, seit dem 16. Februar. Doch hätte ich vielleicht sogar besser wissen müssen, bei all den vielen Versprechungen, die du bereits gebrochen hattest, Versprechungen, die du mit einem Mal auf einmal gebrochen hattest.
Ich erinnere mich noch, als ich an meinem Geburtstag enttäuscht einschlafen wollte, ehe von dir die Nachricht kam. Du hast mir in einer Nacht die Welt zu Füßen gelegt. Nach Mallorca wolltest du mich mitnehmen, erinnerst du dich? Ob du wohl da schon wusstest, dass es nie passieren würde? Du hast Versprechen gebrochen. Trotz allem will ich dich nicht missen. Ich will all das schlechte nicht sehen, sondern nur dein strahlendes Lächeln, dass mich verzückt, mir den Verstand raubt, sobald es hervor gelockt wurde. Trotz allem Schlechten will ich den Sommer wieder haben, den August, diesen einen Abend.
Doch auch wenn ich versuche, dich zu erreichen, so sagst du nichts, stehst schweigend da. Sag etwas, denn ich werde dich nicht aufgeben!

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Für M.
Hoffnung stirbt nie.
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Donnerstag, 24. April 2014

Auf jeden Fall Ehrlichkeit

>> Was hätte sein sollen, wäre längst gewesen. <<



Und die ganze Zeit über war ich ehrlich zu dir, war der Mensch, der ich nun einmal bin. Nur um heraus zu finden, was falsch gelaufen ist, baute ich mir ein Gerüst aus Lügen aus. Genau das trifft mich nun mitten ins Herz. Das Einzige, was du erwartest, ist Ehrlichkeit. So war ich nicht die, die wirklich uneingeschränkt ehrlich war? Vielleicht war ich einst diejenige, doch nun bin ich es nicht mehr.
Was hätte sein sollen, wäre längst gewesen. Vielleicht müssen wir jetzt einsehen, dass wir einander fremd geworden sind, uns verloren haben. Diesen Krieg habe ich verloren, nun schwenke ich gesenkten Hauptes die weiße Flagge und bete darum, mich nicht noch mehr zu verlieren.


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Für M.
mein Stern, der ewig funkeln wird.
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Samstag, 19. April 2014

Verlustangst




Und auch wenn ich keine Ahnung habe, ob du mich jemals wieder bedacht hast, ob du dich jemals wieder nach dem Duft dieser süßen Nacht sehntest, liebe ich dich blind weiter. Fast alles ist genau so, wie es damals war, hinzu gekommen war nur der Schmerz und die Angst darüber, dich nun zu verlieren.
Jetzt gleitest du mir aus den Händen. Hat dich diese eine Berührung nicht so sehr gefesselt, wie mich? Du bist irgendwo anders - sitzt wahrscheinlich gerade in einem Café und sonnst dich, erholst dich von den letzten Ostereinkäufen. Wahrscheinlich hast du mich bereits vergessen. Wahrscheinlich hast du mich schon vor acht Wochen vergessen, wahrscheinlich sofort, als du mir lächelnd in die Augen sahst und mir versprochen hast, wir würden uns wieder sehen. Doch hast du mich dann geküsst, als wäre das alles so wahr, wie das Licht der Sonne - so, wie wir begonnen haben - mit der Sonne. Nun wünsche ich mir dich zurück - hier, ganz nah bei mir. Doch du meldest dich nicht, irgendwo ganz weit weg betest du vielleicht sogar schon eine andere an. Tust du es genauso, wie mit mir? Siehst du sie mit dem gleichen Glanz in deinen braunen Augen an?
Ich will nicht daran denken, wie es sein könnte, würde ich eine andere Frau an deiner Seite sehen. Ich versuche die Schönheit vergangener Nächte zu verdrängen; versuche zu vergessen, wie es war, dich nach langer Zeit wieder zu küssen; versuche Gefühle abzuschalten, um mich zu schützen - vor dir. In all der Zeit dachte ich, du wärst anders, als all die anderen.
Doch weißt du dann wohl selbst nicht, wie es ist, einen Geliebten Menschen zu verlieren, ohne es wirklich zu wissen. Du wendest dich mir ab, brichst all deine Versprechen. Nun ist alles nichtig, jedes Wort ist eine Lüge - das was als Wahrheit schien, ist nun alles eine Lüge. Bist du selbst die Lüge, oder waren wir zusammen eine Lüge?
Das dumme Mädchen in mir hofft noch immer, dass du zurück kehrst - zurück zu mir. Drum hör jetzt auf zu spielen, sieh mir in die Augen, und sag mir, was zwischen uns schief gelaufen ist. Lass mich nicht einfach stehen, als wäre nie etwas zwischen uns gewesen. Für mich war das alles mehr, vielleicht sogar zu viel. Doch warst du immer der, der mich von der ersten bis zur letzten Sekunde verhext hat.


M.
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