Es ist so ein kleines Versprechen, dessen hohe Bedeutung wir gar nicht bemerken, wenn es unsere Lippen verlässt. "Wir sehen uns bald wieder, Christina", hast du mir ins Ohr geflüstert. Und auch wenn es dunkel war, haben deine Augen gefunkelt, in diesem besonderen Glanz, den ich schon damals gesehen habe, als du mich zum ersten Mal geküsst hast. Bis bald, ja, und ich dachte, wir würden uns spätestens im März wieder sehen. Du hast mich in den Glauben gelassen. Ich habe an nichts böses gedacht. Nicht, nachdem wir schon so weit waren. In wenigen Tagen bricht der Mai an. Noch immer kein Lebenszeichen von dir, seit dem 16. Februar. Doch hätte ich vielleicht sogar besser wissen müssen, bei all den vielen Versprechungen, die du bereits gebrochen hattest, Versprechungen, die du mit einem Mal auf einmal gebrochen hattest.
Ich erinnere mich noch, als ich an meinem Geburtstag enttäuscht einschlafen wollte, ehe von dir die Nachricht kam. Du hast mir in einer Nacht die Welt zu Füßen gelegt. Nach Mallorca wolltest du mich mitnehmen, erinnerst du dich? Ob du wohl da schon wusstest, dass es nie passieren würde? Du hast Versprechen gebrochen. Trotz allem will ich dich nicht missen. Ich will all das schlechte nicht sehen, sondern nur dein strahlendes Lächeln, dass mich verzückt, mir den Verstand raubt, sobald es hervor gelockt wurde. Trotz allem Schlechten will ich den Sommer wieder haben, den August, diesen einen Abend.
Doch auch wenn ich versuche, dich zu erreichen, so sagst du nichts, stehst schweigend da. Sag etwas, denn ich werde dich nicht aufgeben!
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Für M.
Hoffnung stirbt nie.
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