Montag, 31. Dezember 2012

Prosit Neujahr!

Nun ist es schon wieder so weit. Ein Jahr neigt sich dem Ende. Ein Maya-Kalender, der Weltuntergang, Klimakatastrophen, die Wahlen der USA, Schiffkatastrophen haben 2012 und belebt. Unsere Gefühle und Empfindungen haben dieses Jahr lebenswert gemacht. Und besonders die Buchreihe "Shades of Grey" - die Geschichte der Literaturstudentin Anastasia Steele und dem begehrten Junggesellen Christian Grey, welcher Ana ganz und gar für sich will - brachte unser meist doch eintöniges Leben in Wallung.
Nun, vom Weltuntergang oder auch dem "Costa Concordia"-Unglück berichtet die Öffentlichkeit und tratscht es in die Welt hinaus. Niemand, außer wir selbst können wissen, in wie weit dieses Jahr für uns sinnvoll war oder auch nicht. So hätte ich mein 2012 als sinnlos beurteilt, hätte das Jahr eine Laufzeit von Januar bis September gehabt. Ich hätte es als Brücke bezeichnet für irgendein schicksalhaftes Ereignis.
Doch das letzte Quartal des Jahres lernte ich zu schätzen. Der regnerische Oktober gab mir jemanden, der mich auf meinen Weg begleiten kann, der trübe November gab mir einen Spiegel, in dessen Bild ich mich im doch eher frühlingshaften und doch verschneiten Dezember fand. Drei Monate halfen mir, mich selbst zu finden. Ich kann mich endlich auf den Menschen konzentrieren, der ich bin. Ungebunden von gesellschaftlichen Zwängen. Nun bleibt zu hoffen, dass mich 2013 das Leben auf dem rechten Weg behält, mich leitet. So hoffe ich auch, dass jenes Leben mein Schicksal ist.

Wir trinken auf gute Freunde, verlorene Liebe, auf alte Götter und auch neue Ziele. Auf den ganz normalen Wahnsinn, auf das, was einmal war. Darauf, dass alles besser wird und auf ein neues Jahr!


GESUNDES  NEUES  2013 !



Sonntag, 28. Oktober 2012

Die gute alte Zeit.

"Ich will, dass deine Welt mit mir beginnt und endet." 
- Christian Grey -


Erinnerst du dich noch? Es ist fast zwei Jahre her. Ich erinnere mich noch, dass an diesem Nachmittag mein bester Freund bei mir war, und mir Mut gemacht hat, dass ich dich nicht aufgeben soll. Wusstest du dort, wie sehr ich dich liebe? Ich weiß es nicht. Ich habe ihm all meine Ängste und Sorgen mitgeteilt. Die größte Angst war, dich an meine Konkurrentin zu verlieren. Es war Vollmond an diesem Abend. Es war der 31. Januar 2011 - ja, der Vollmond, der unsere ganze, gemeinsame Zeit geprägt hat.
Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke, wie du dich um Kopf und Kragen geredet hast, weil du nicht wusstest, welche Worte du verwenden solltest. Ich wusste, was du meintest. "Jetzt ärger mich doch nicht so, du weißt doch, was ich meine.", hast du mir gesagt. Und deine Worte dringen noch bis heute in meine Ohren. Ohja, ich wusste so gut, was du mir sagen wolltest. Ich weiß, es war nicht fair, dir dessen zu widersprechen. Doch du hast es gesagt: "Ich will mit dir zusammen sein, mit dir alt werden.", ich war das glücklichste Mädchen überhaupt. Und darum haben wir zwei Monate gekämpft. Doch mir war auch bewusst, dass wir uns erst noch beweisen müssen. Und du hast mich immer wieder überrascht. Am Valentinstag. Trotz deiner laufenden Therapie wolltest du den ganzen Tag für mich da sein. Und dann hat es nicht mehr lang mit dir und mir gedauert. "Irgendwann werde ich vor deiner Tür stehen, dich weinend bitten, mich zu heiraten". Baby, du hast mein Herz im Sturm erobert. Ich war immer die Deine, diejenige, die deinen Nachnamen tragen wollte und dessen Herz auch immer das einer Caspari sein wird. Du warst meiner - der, mit den vielen Facetten, der mich von Tag zu Tag, immer wieder aufs Neue fasziniert und glücklich gemacht hat, der mir die Welt zu Füßen legen wollte. Der, mit dem ich irgendwann im Garten sitzen würde, mit unseren Kindern und Enkelkindern, denen wir unsere Geschichte erzählen wollten. Erinnerst du dich, Baby? Wir wollten goldene Eheringe, ein Haus mit einer Terrasse, eine eigene, kleine Familie. Wir wollten uns.
Ich habe dir mein Ja-Wort gegeben. Ich bereue es nicht. Nein, bis heute bin ich stolz, mich über kurz oder lang - wie man es auch sehen mag - dein Mädchen, nein, deine Frau, gewesen zu sein. Würdest du es wieder tun, Baby? Sei gewiss, dass ich jederzeit wieder Ja sagen würde. Ewig Dein. Ewig Mein. Ewig Uns.


Dienstag, 21. August 2012

Geprägtes Leben

"Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende."
Nein, es war nicht das Ende. Vielleicht hat es dort erst angefangen, als ich dachte, dass jetzt alles verloren wäre. Es ist nicht einfach. Es ist ganz und gar nicht einfach. Die Situation hat sich geändert. Wir haben uns verändert. Und doch brennt diese lodernde Flamme von damals, immer noch tapfer und erlischt nicht.
Ich habe mir das anders vorgestellt. Ganz anders. Ich dachte, ich hätte einen Schlussstrich gezogen. Doch wie auch du mir einst sagtest: "Man sollte nicht denken. Man sollte wissen.", und das hat sich bis heute bewehrt. Heute weiß ich, dass alle Vermuten, und alle Bemühungen umsonst waren, die ich angestellt habe, nur weil ich dich endlich vergessen wollte. Ich habe versucht das zu verleugnen, was mich erst zu dem macht, was ich heute bin - meine Vergangenheit. Ich wollte sie wegen eines Mannes leugnen, der mir bis heute mehr bedeutet, als ich mir je eingestehen wollte. Ein einzelner Mann, der mir das Herz gestohlen hat, und dessen Liebe ich mit in mein Grab nehmen wollte. Auch wenn das nun schon mehr als ein Jahr her ist, kommt mir diese Wunde so frisch vor. Wir haben uns äußerlich geändert, das ist nicht in Frage zu stellen, doch bin ich der festen Überzeugung, dass wir auch heute eine Chance auf eine so starke Bindung haben, genau so wie es damals war und wie wir es uns immer gewünscht hatten. 
Und wenn es möglich ist, dass es irgendwann wieder ein "uns" geben wird, dann hoffe ich, dass das die diamantenen Zeiten vergangener Zeit werden. Wir hatten wenig Zeit, Liebster. Viel zu wenig. Doch zählt für mich, dass ich dich wieder habe.

Sonntag, 29. Juli 2012

Mütter


Keiner bereitet uns vor, auf das Dasein als Mutter. Es passiert einfach. Wir können es nicht lernen, Mutter zu sein. Wir planen unser ganzes Leben und wollen irgendwann eine eigene kleine Familie haben. Einen kleinen Sohn oder eine kleine Tochter - oder auch beides. Doch wer sagt uns, wann wir soweit sind? Von wem lernen wir, Verantwortung für alles und jeden zu übernehmen? Die Antwort kennt wohl jeder selbst, tief im Herzen. Wir werden wohl alle eine wunderbare Frau oder einen wunderbaren Mann kennen, dem wir vor Gott und vor der Welt das ewige Ja-Wort geben wollen. Und man baut sich ein eigenes Heim auf. Nimmt eine Hypothek auf sich, um sich ein eigenes Haus zu bauen. Und dann bemerkt man das leere Zimmer im Haus und möchte ein gemeinsames Kind zur Welt bringen und das gemeinsame Familienleben perfekt machen. Eine Frau zieht es schon in ihrem Bauch groß. Welche Frau präsentiert denn nicht gern ihren stolzen Baby-Bauch vor der gesamten Verwandtschaft? Man wartet neun Monate auf den entscheidenden Moment.  Männer lassen sich die Hand von ihrer geliebten Ehefrau die Hand zerdrücken, weil die Wehen so schmerzhaft sind. In einem entscheidenden Moment ist man Mutter oder auch Vater. Der kleine Sonnenschein im Arm macht doch sowohl Mama als auch Papa glücklich.
Und plötzlich steht man selbstständig auf den Beinen. Vielleicht streitet man sich nun öfters, weil die Aufgaben nicht gleichmäßig verteilt sind. Weil die Nächte viel zu kurz, und die Tage viel zu lang sind. Und auf einmal denkt man an seine eigene Kindheit zurück und bereut die Zeiten, in der man seiner Mutter Kummer und Sorgen bereitet hat. Auf einmal fällt uns ein, dass wir alles für selbstverständlich genommen haben, was uns unsere Mutter einst gegeben hat. Wir fangen an das zu achten, was sie uns mit auf den Weg gegeben hat. 
Respektieren und verstehen alle Verbote und Gebote, die ausgesprochen wurden.
Plötzlich wird es Zeit "Danke" zu sagen und sie fest in den Arm zu nehmen, denn dafür ist es nie zu spät.


Mom, i love you.

Samstag, 28. April 2012

Für einen Freund


Es ist über ein Jahr her, seitdem sich unsere Wege getrennt haben, doch ich bin einsichtig geworden – erwachsen, und ich habe dazu gelernt. Ich weiß, dass ich Grenzen überschritten und Fehler gemacht habe, aber aus diesem Grund sind wir Menschen – wir lernen nie aus. Heute frage ich mich, warum wir es damals haben soweit kommen lassen  - warum mussten wir unsere Freundschaft so zerbrechen lassen?
Ich kenne dich, oder jedenfalls habe ich dich mal gekannt. Du hast mir Dinge anvertraut, von denen du meintest, sie nicht jedem anvertrauen zu können und das ehrt mich bis heute. Ich wusste auch, dass du immer einen festen Standpunkt hast, den man nur selten ändern konnte – oder auch fast nie. Doch konnte ich mich damit irgendwann auch arrangieren.
Es ist über zwei  Jahre her, seitdem wir uns kennen lernten und bis heute tut es weh zu wissen, dass wir uns bis aufs Blut zerstritten haben. Aber wo Blut vergossen wird, können Wunden auch versorgt und geheilt werden.
Ich frage mich immer wieder, wie es dir wohl geht, was du gerade machst. Wenn meine Gedanken unbewusst um diese ganzen schönen Zeiten kreisen, erwische ich mich selbst viel zu spät und dann ist es wieder da – dieses Gefühl, dich zu vermissen.
Ich habe meine Fehler eingesehen und möchte mich nun entschuldigen. Ich denke, du wirst wissen, welche Fehler ich meine.
Für mich ist dennoch klar, dass du in meinem Leben einen entscheidenden Einschnitt vorgenommen hast, der mich prägte, und dafür danke ich dir – von Herzen. Es ist jetzt so viel Zeit ins Land gegangen. Wie ich schon erwähnte, können blutige Wunden auch wieder gereinigt werden, deshalb möchte ich dich ehrlich und inständig um eine zweite Chance bitten – einen Neuanfang. Wir könnten einfach wieder bei Null anfangen – weißt du noch, wie wir uns begegnet sind? Ich bitte dich – unserer alten Freundschaft wegen, wegen der schönen Zeiten, die wir mal hatten. Wegen all den schönen Erinnerungen.
Du siehst also, vergessen konnte ich dich nie, hassen konnte ich dich nie. Du solltest wissen, ich hab dich immer noch lieb, Papabär, vergiss das bitte nie.

In Liebe.

Samstag, 7. Januar 2012

Neue Liebe - Neues Glück

Du hast im Leben Chancen. Doch manchmal sind Chancen einmalig. Also pack sie am Schopf, und nutz sie aus. Doch denke daran, dass du aufstehen musst, wenn du hinfällst. Bleib nicht liegen, denn dann kann alles vorbei sein. Und wenn du eine Hand siehst, nimm sie an, vielleicht entdeckst du deinen Lebensretter.
Ich habe noch nie einen so schönen Himmel gesehen, auch wenn es geregnet hat, habe ich eine Sonne gesehen, die am Horizont aufging. Ich hätte fast vergessen, wie schön es ist, in den Arm genommen zu werden. Wie es ist, einen Kuss auf die Stirn oder auf die Wange gehaucht zu bekommen. Dieses Kribbeln im Bauch - es geht nicht mehr. Und ich muss schmunzeln, wenn ich an dich denke. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal solche Gefühle entwickeln kann, die so tiefsinnig sind, dass ich sie am liebsten in die ganze Welt hinaus schreien möchte. 2012 bringt Überraschungen mit sich, an die ich nicht im Traum gedacht hätte.
Dieser Name, der sich tiefer in mein Herz eingraviert, der mein Herz wieder zusammen flickt, der mir das Gefühl von Liebe und Geborgenheit gibt. Keine Berge sind zu hoch, keine Wälder zu tief, kein Meer zu weit, keine Stürme zu wild - um den Horizont erblicken zu können, um die Sonne noch einmal zu sehen, wie sie sich im Schrein meiner Seele spiegelt und mein Herz höher schlagen lässt.

Sonntag, 1. Januar 2012

Abrutsch 2012

2012. Ein neues Jahr. Neue Hoffnungen. Neue Zukunft. Und vielleicht ein anderes, neues Schicksal. Doch irgendetwas sagt mir, dass ich dich gehen lassen muss. Nun bist du schon länger als ein Jahr Kapitel meines Lebens. Mein Gefühl sagt mir, dass ich acht Monate Zeit hatte, zu trauern, um einen Menschen, den ich wirklich ehrlich geliebt habe, bedingungslos geliebt habe. Doch sind die Erinnerungen alles, was mir an dir geblieben ist. Ich wollte, wir würden jetzt erst 2011 schreiben, noch einmal. Die Zeit des Glücks noch einmal in voller Blüte erleben, Fehler korrigieren, Dinge anders tun, die ich bereue.
Mein Herz will dich nicht gehen lassen, mein Körper will dich nicht loslassen. Ich wünschte, ich könnte dich noch ein letztes mal spüren, deine Stimme hören, dich riechen. Das Gefühl eines Kusses fühlen, den du mir überraschend auf die Lippen drückst, während diene Hände an meinem Rücken mich an dich drücken. Ich wollte, ich könnte sagen, dass alles was bleibt, ist, mich an dir festzuhalten, um nicht unterzugehen, in diesem großen Ozean voller Gefühle.
Irgendjemand sollte mir jemand beibringen zu lieben, geliebt zu werden und doch wieder gehen zu lassen. Ich dachte, ich könnte es. Doch habe ich nicht damit gerechnet, dass es so schwer sein kann, los zu lassen. Vielleicht habe ich den Zug verpasst, vielleicht ist jetzt schon alles zu spät. Doch ich weis, ich muss leben, auch wenn du nicht mehr da bist.