Donnerstag, 28. April 2011

Glaube.

Gott schuf den Menschen. Er schuf die Welt. Jeden einzelnen Baum, jeden Kontinent, jedes Meer war gewollt. Gott wollte Frieden auf der Welt. Und da wären wir beim Thema meines heutigen Posts.
Der Allmächtige, der Schöpfer höchst persönlich wollte Frieden unter den Menschen?
Und was heißt Frieden? Wenn ihr es bei Google sucht findet ihr folgendes:
Geschenk Gottes an den Menschen, dessen Auflehnung gegen Gott durch Vergebung beendet ist. Leben im Einklang mit Gott, das den Menschen befähigt, Feindbilder abzubauen und in seiner Umgebung Feindschaft durch Liebe, dh. "Böses durch Gutes" zu überwinden
Frieden heißt doch dann auch, dass Freundschaften erhalten bleiben sollen? Oder werden Menschen, die nicht an Gott glauben, mit Feindschaften bestraft?
Ich möchte wissen, was Gott eigentlich im Himmel will, wenn er nicht mal in der Lage ist, den Frieden untereinander zu sichern. Wo ist Gott, wenn Menschen einfach grundlos ihren Platz in der Welt verlieren?! 
Mein Glaube ist erschüttert. Er war schon lange angekratzt. Doch jetzt, sieht es so aus, dass Gott für mich gestorben ist.  
Ich wollte lediglich wissen, was ich in dieser Freundschaft falsch gemacht habe. Ich wollte wissen, wie man sie noch retten kann. Gott gab mir einen Trümmerhaufen.
Aus Liebe formte er in der nächsten Sekunde Hass. War Gott nicht immer dagegen? steht es so nicht in der Bibel? Was ist eigentlich mit der Welt passiert, dass sie so untergeht?
Ein wundervolles Jahr wurde heute einfach zu Boden getrampelt. Und er will, dass der Vater will, dass ich weiterhin an ihn Glaube? Nein, so nicht! Das stellt er sich zu leicht vor.
Mein einziger Glaube, das ist nun mein Leben. Ich glaube an mich und mein Leben, denn Gott hat das Vertrauen gebrochen.
Mein Herz braucht einen Helden, der es wieder zusammen flickt. Meine Seele braucht ein Schild, dass sie stützt. Und mein Fleisch und Blut braucht einfach nur diese Menschen zurück, die ich so liebe. 

Dienstag, 26. April 2011

R.I.P

 Rest in Peace. Benjamin Valentin Caspari. 
25.08.1994 - 26.04.2011 

Heute morgen um 01:00 Uhr hat ein weiteres Herz aufgehört zu schlagen. Eine weitere Seele verließ die Erde. Und obwohl sich unsere Lippen nie kreuzen dürften, kann ich sagen, dass es kein Fehler war, dich zu lieben. 
"Gestern Nacht hast du gezittert, du warst ganz kalt und kamst an mich heran gekrochen. Du hast dich in mein T-Shirt gekrallt und hast dann angefangen zu weinen. Ich wollte wissen, warum. Ich dachte, du hättest nur einen bösen Traum gehabt.", wurde mir gesagt.
Ich habe mir selbst versprochen, dass ich irgendwann vor seinem Grab stehen werde, wenn es auch nicht so ist, wie er es immer wolltest. Ich werde vor seinem Grab stehen und ihm weiße Rosen hinstellen.
Und ich werde leben, ich werde seine Bitte einhalten, insofern auch er sein Versprechen einhält.
Diese Liebe, diese so wundervolle, einzigartige Liebe, die werde ich in meinem Herzen tragen, bis es aufhört zu schlagen. Ich werde sie mit nehmen, hinein in die Ewigkeit.
Auf das wir uns wieder sehen. Vielleicht in einem anderen Leben, vielleicht dort, wo du nun bist.
Auf ewig die Deine, Benjamin!

Sonntag, 24. April 2011

being perfect.

Perfektionismus. Was heißt es eigentlich "perfekt" zu sein? Ist es das Gefühl, von allen geliebt zu werden? Den schönsten Körper zu haben? Das schönste Lächeln zu haben?
Was ist schon perfekt?! Nichts. Perfekt ist keiner. Es gibt keinen Menschen, der nur aus Idealen besteht. Kein Mensch ist perfekt - doch vielleicht ist es das Leben, manchmal! Selbst Leben ist nicht perfekt. Es gibt Momente, die perfekt scheinen. Doch im nächsten Moment wird er vom Schicksal besucht und kaputt getreten. Kann denn jemand dagegen sprechen? Ich schätze nicht. Somit ist Perfektionismus doch nur eine schöne Illusion des Lebens, was das Schicksal mit sich zieht.
Was können wir also tun? Eigentlich sind wir doch machtlos. Das Beste was man tun kann, ist den anscheinend perfekten Moment zu genießen und das beste aus dem Schicksal zu machen.
Versuche dein Leben auszukosten. Versuche, dein Leben zu leben. Bevor es zu spät ist. Versuch glücklich zu sein. Auch in schlechten Zeiten. Versuche, alles zu tun, was du dir vornimmst, damit du dann am ende sagen kannst: "Ich habe mein Leben gelebt."
Ich weiß nicht, ob das Leben mehr ist, als der Tod. Aber die Liebe ist mehr als beides. Und ich habe diesen Menschen geliebt und kann es einfach nicht bereuen. Jede Sekunde darin hat sich richtig angefühlt, auch wenn uns der Wunsch, dass sich unsere Lippen berühren, verwehrt blieb. Trotz allem war es besonders. Es war schön. Doch warum sind wir zu Gefühlen fähig, wenn sie nicht für uns bestimmt sind?
Das ist eine Frage, die man an das Leben stellen sollte, die man an Gott richten sollte, wenn es denn einen gibt. Das ist keine Frage, die man an einen Menschen richten kann, weil keiner darauf eine Antwort weiß.

Freitag, 22. April 2011

Ewig mein. Ewig dein. Ewig uns.

Da war ein heller Lichtstrahl und ich kniff die Augen zusammen. Etwas seltsames passierte. Und dann öffnete ich wieder die Augen. Blauer Himmel. Sonnenlicht. Das Zwitschern der Vögel und dazu die klare Frühlingsluft. Ich blickte auf grüne Wiesen. Soweit das Auge nur reicht. Es war wie im Paradies. Als ich an mir herunter sah, erblickte ich ein weißes, bodenlanges Seidenkleid. Ich ging dann ein Stück auf dem Kieselweg entlang. Wenig später entdeckte ich auf eine Bank aus Marmor, auf die ich mich nieder ließ. Ich sah mich um, als mein Blick sich zum Horizont richtete, sah ich nur wenige Meter entfernt, einen jungen Mann auf mich zu kommen. Er war edel gekleidet - einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd, dessen oberste Knöpfe geöffnet waren. Seine Haare verdeckten seine Augen. Doch irgendwie kam er mir vertraut vor, so bekannt. Schließlich blieb er vor mir stehen. Der Höflichkeit wegen stand ich auf um ihn zu begrüßen. Dann sah ich endlich seine Augen, die so blau waren, wie der Ozean und sich langsam mit Tränen füllten. Noch bevor er irgendetwas sagen konnte, erkannte ich ihn. Ich war mir sicher -  mein Leben, meine Liebe, mein Herz, das war er. Er war der Mann, den ich lieb(t)e. Meine Augen funkelten wie ungeschliffene Smaragde und füllten sich mit einem Tränenmeer.
"Meine Süße.", sagte er, "Bitte gib nicht auf. Auch wenn ich nicht da bin, werde ich bei dir sein. Immer. Egal wo du bist.", er legte seine Hand auf mein Herz. Eine Träne tropfte dabei über seinen Handrücken. "Du hast mein Herz. Vergiss das nicht. Ich werde auf dich aufpassen. Aber versprich mir, dass du lebst, dass du kämpfst, egal wie hart es ist."

Meine Beine hatten keinen Halt mehr und sackten einfach zusammen. Er legte einen Arm um mich. "Ich liebe dich.", hauchte er in mein Ohr und drückte einen Kuss auf mein blondes Haar. "Bitte geh nicht!", schrie ich über die Wiese. Doch er war nicht da. Mein Gesicht, von Tränen überflutet, drehte sich in alle Richtungen, doch er war nicht da. Ich rannte dann durch die Gegend und ging auf eine Brücke, wo sich ein Fluss darunter befand. Ich kletterte über das Geländer und beugte mich nach vorn.
"Es wird nicht weh tun.", sagte ich mir. "Ich komme zu dir, Liebster.", ich schloss die Augen und ließ meine Hände vom Brückengeländer gleiten. Meine Haare säuselten im Flug nach hinten. Ich spührte dann, wie das Kalte Wasser auf mein Gesicht platschte. Mein Körper verharrte und tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf. Später vernahm ich nur noch einen Stich in meinem Herzen. Meine Seele war wohl gerade dabei, zu ihm zu gleiten.

Samstag, 2. April 2011

I have to do it alone.

Erst wenn es zu spät ist, merken wir, wie wichtig doch dieser eine Mensch ist.
Ich bin gerade mitten drin. Er fehlt mir, so sehr, dass es weh tut. Und alles, wirklich alles, erinnert mich daran, wie es einmal war. Überall tauchen Erinnerungen auf, und ich will wieder zurück. Da wo es angefangen hat. Ich will, dass es wieder so ist, wie damals.
Als wir stundenlang, bis tief in die Nacht, geschrieben haben und es uns trotz Müdigkeit schwer fiel zu gehen. Ich will diese Zeit wieder. Ich will leben! Mit ihm, nicht ohne ihn.
Er hat mir das gegeben, was ich immer wollte. Ein Gefühl, was mehr als das ist, was leben bedeutet. Er hat mir Liebe gegeben. Genau das will ich wieder! Ich will, dass dieser Mensch zurück ins Leben kommen darf, dass er glücklich ist und das Leben in vollen Zügen genießen kann.
Ich will nicht jeden Tag mit der Angst rechnen müssen, dass er vielleicht schon nicht mehr unter uns weilt.

Ich will bei dir sein - dich küssen, dich berühren, deine Stimme hören, sehen und hören wie du lächelst, deine Augen betrachten, in deinen Armen legen, deinen Atem fühlen, deine Haut an meiner - genau das will ich!
Und um ehrlich zu sein, ist mein Herz gerade so verzweifelt, dass ich lieber sterben würde, als dir fern zu bleiben.