Freitag, 22. April 2011

Ewig mein. Ewig dein. Ewig uns.

Da war ein heller Lichtstrahl und ich kniff die Augen zusammen. Etwas seltsames passierte. Und dann öffnete ich wieder die Augen. Blauer Himmel. Sonnenlicht. Das Zwitschern der Vögel und dazu die klare Frühlingsluft. Ich blickte auf grüne Wiesen. Soweit das Auge nur reicht. Es war wie im Paradies. Als ich an mir herunter sah, erblickte ich ein weißes, bodenlanges Seidenkleid. Ich ging dann ein Stück auf dem Kieselweg entlang. Wenig später entdeckte ich auf eine Bank aus Marmor, auf die ich mich nieder ließ. Ich sah mich um, als mein Blick sich zum Horizont richtete, sah ich nur wenige Meter entfernt, einen jungen Mann auf mich zu kommen. Er war edel gekleidet - einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd, dessen oberste Knöpfe geöffnet waren. Seine Haare verdeckten seine Augen. Doch irgendwie kam er mir vertraut vor, so bekannt. Schließlich blieb er vor mir stehen. Der Höflichkeit wegen stand ich auf um ihn zu begrüßen. Dann sah ich endlich seine Augen, die so blau waren, wie der Ozean und sich langsam mit Tränen füllten. Noch bevor er irgendetwas sagen konnte, erkannte ich ihn. Ich war mir sicher -  mein Leben, meine Liebe, mein Herz, das war er. Er war der Mann, den ich lieb(t)e. Meine Augen funkelten wie ungeschliffene Smaragde und füllten sich mit einem Tränenmeer.
"Meine Süße.", sagte er, "Bitte gib nicht auf. Auch wenn ich nicht da bin, werde ich bei dir sein. Immer. Egal wo du bist.", er legte seine Hand auf mein Herz. Eine Träne tropfte dabei über seinen Handrücken. "Du hast mein Herz. Vergiss das nicht. Ich werde auf dich aufpassen. Aber versprich mir, dass du lebst, dass du kämpfst, egal wie hart es ist."

Meine Beine hatten keinen Halt mehr und sackten einfach zusammen. Er legte einen Arm um mich. "Ich liebe dich.", hauchte er in mein Ohr und drückte einen Kuss auf mein blondes Haar. "Bitte geh nicht!", schrie ich über die Wiese. Doch er war nicht da. Mein Gesicht, von Tränen überflutet, drehte sich in alle Richtungen, doch er war nicht da. Ich rannte dann durch die Gegend und ging auf eine Brücke, wo sich ein Fluss darunter befand. Ich kletterte über das Geländer und beugte mich nach vorn.
"Es wird nicht weh tun.", sagte ich mir. "Ich komme zu dir, Liebster.", ich schloss die Augen und ließ meine Hände vom Brückengeländer gleiten. Meine Haare säuselten im Flug nach hinten. Ich spührte dann, wie das Kalte Wasser auf mein Gesicht platschte. Mein Körper verharrte und tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf. Später vernahm ich nur noch einen Stich in meinem Herzen. Meine Seele war wohl gerade dabei, zu ihm zu gleiten.

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