Und wenn Sie dann wieder da ist, diese (schein)heilige Zeit der Familie, des Friedens und des vergebens - diese Zeit von Liebe und Dank... Genau dann geht meine Welt wieder in Flammen auf, wenn ich merke, wie weit wir voneinander entfernt sind. Ich brenne in dem Wissen, Dich nicht mehr sehen zu können, Dich nicht mehr an meinem Leben teil haben zu lassen. Jedes Jahr brenne ich zur Weihnachtszeit, weil das einsam sein unerträglich für mich scheint.
Noch immer schlägt mein Herz in dem Takt, den du mir beigebracht hast. Der Takt, der mich hat leben lassen - so richtig, und vor allem: mit Leidenschaft. Auch wenn ich weiß, dass DEIN Takt nicht der meine sein kann. Und wenn ich noch tausendfach weiß, dass es nicht sein soll, liebe ich Dich, als wärst du meine Erde. Doch haben wir nicht gelernt, dass es falsch ist, wenn eine Liebe der Mittelpunkt der Welt, unseres Lebens wird? Trotzdem fühlt es sich an, als würde ich sterben, wenn ich auch nur daran denke, deinen Einfluss nicht erfahren zu haben. Nicht zu wissen, wie wunderbar das Leben sein kann - wunderbar und leicht. Ich dachte es würde ewig halten. Doch dass nichts für immer ist, hast du mir schmerzlich gezeigt. Plötzlich hast du mir den Boden unter den Füßen weg gerissen, und ich wusste nicht, wie lange es so weh tun würde, als hättest du mich gerade erst verlassen. Unsere Wege haben sich getrennt. Und trotzdem frage ich mich, ob es nicht doch noch eine Chance geben könnte - eine NEUE Zeit für uns - uns und unsere Liebe.
Und dann ist es in dieser Scheißzeit einfach so hart, dass ich Halt brauche, einen Freund, der mich hält, weil er so dankbar ist, dass ich ihm Halt geboten habe. Kennst Du das, wenn du Dich für einen guten Freund so aufopferst, Zeit und Kraft investierst, und nichts anderes zurück bekommst, als "Tut mir leid, schaff ich nicht" oder "Das bekomme ich zeitlich wohl nicht unter"? Richtig - tausendfache Zurückweisungen. Kann das dann wirklich Freundschaft sein? Freundschaft ist doch letztlich auch eine besondere Form der Liebe. Wahre Freunde sind füreinander da, flüchten nicht voreinander. Tagelang bist du für deinen Freund da, hilfst ihm, über seinen Kummer hinweg zu kommen, stehst dabei Tag und Nacht auf Abruf bereit, Und wenn es Dir dann schlecht geht, ist das alles plötzlich nicht mehr wichtig. Ist DAS die Freundschaft von heute - auf einseitiger Liebe beruhend? Können wir dann nicht gleich in die Badewanne mit Egoismus steigen? Wozu suchen wir vertraute Seelen, Verbündete, wenn wir nichts zurück bekommen?
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