Freundschaft - etwas so wertvolles und doch so zerbrechliches in unserem Leben. Wir gehen aufeinander zu, verbinden uns, werden unzertrennlich, streiten, und entfernen uns. Du gehst auf einen Menschen zu und hast ihn sofort in dein Herz geschlossen. Er ist ein teil deines Lebens geworden. Undenkbar, dass euch etwas trennen kann. Ein fester Seemannsknoten verbindet euch. Und doch merkst du, dass die Entfernung eure Freundschaft - den Knoten - wie eine Schere aufschneidet, und zerstört. Du versuchst alles zu retten, und dann seit ihr nur noch durch einen seidenen Faden miteinander verbunden. Du fühlst dich ihm fremd, verlassen - das, was ihr einander anvertraut habt, existiert nicht mehr. Doch du kämpfst - hoffst, bittest, betest. Du flehst um Gottes Hilfe. Und ihr schafft es. Ihr geht aufeinander zu und verbindet euch wieder. Würdest du ahnen, dass euch kurz danach wieder etwas oder jemand auseinander reißt? Sicher nicht. Du hast den Menschen wieder, der dir so nahe steht, wie sonst keiner, der so weit entfernt wohnt.
Ein seidener Faden der Freundschaft ... er ist gerissen, und mit ihm, fließen deine Tränen in die ewige Quelle. Wieder wurdest du im Stich gelassen, von Gott, von der Welt. Himmel, wie ich alle verachte!
Jeder Rettungsversuch schlägt fehl. Die Quelle wird zum Meer, der Meer ein neuer Ozean. Ein Ozean voller Gefühle - Trauer, Verzweiflung und sogar Hass. Du kannst sie nicht kontrollieren. Dein eigenes Herz fehlt dir.
Jeder weg, den du einschlägst, scheint wie ein ewiges Labyrinth der Verzweiflung - aussichtslos.
Doch weißt du, dass egal wie hart der Kampf wird, egal wie schwer deine Beine sind; du weißt, die Erinnerungen bleiben, und es wird Zeit neu anzufangen. Doch willst du die Erinnerungen weiter ausleben, und nicht in deinem gestohlenen Herzen aufbewahren.


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