Freitag, 2. Dezember 2011

Ernsthaft glücklich.

Und es ist noch gar nicht so lange her, da war ich wirklich ernsthaft glücklich. Meine Welt, mein Herz, mein Verstand, meine Seele und mein ganzes Sein widmete ich einem einzigen Mann, den ich abgöttisch liebte. An meinem Horizont existierte nur noch ein einziger Stern, neben dem wunderschönen Vollmond, der nie schien unterzugehen. Für mich war es die Ewigkeit. Aus der Ewigkeit entstanden, auf ewig in Ewigkeit vereint - das war es für mich. Und obwohl wir uns gegen alle Regeln stellten, eine Welt besaßen, die kaum fassbar war, so muss man doch sagen, dass die letzten sechs Wochen unserer gemeinsamen Zeit, sie hinterließen Narben, die wieder aufreißen. Narben, die tief ins Fleisch gehen und kein Organismus mehr reinigen kann.
Jeder trägt seine Päckchen mit sich. Und kennt ihr das? Wenn ihr im Radio ein einziges Lied hört? Und dann wollt ihr euch in die Ecke setzen und weinen, weil ihr mit den Erinnerungen überfordert und ihnen nicht gewachsen seid. Doch was können wir tun? Was sollen wir tun, um den Erinnerungen zu entweichen, einen Neuanfang zu wagen, mit dem Liebsten im Herzen - ja, auf ewig soll er einen Ehrenplatz darin haben, doch hört sein Herz auf zu schlagen, soll es nicht mehr der Mittelpunkt sein - sollten wir Lächeln können, weil wir wissen, dass wir ernsthaft geliebt wurden und ernsthaft glücklich waren.

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